ÜBERFLUG
(Inhaltsverzeichnis):
Auch verwendbar als Schnellkursus in Sachen Thalheimer Ortsgeschichte für alle gestreßten Zeitgenossen mit Lese- und/oder Zeitproblemen Den vollständigen Text finden Sie mit einem Mausklick auf ......als I. Als es das Dorf Thalheim noch gar nicht gab (bis 750 n.Chr.) ... als auf dem Leibertinger
Hochplateau die Kelten lebten und
... als den Kelten
tatsächlich der Himmel auf den Kopf fiel
... als auch die
Römer fliehen mußten und der alamannische
... als die Franken
in Alamannien das Sagen hatten und viele
... als es in den alamannischen Dörfern eng wurde und schließlich für junge Leibertinger eine schöne neue Siedlungsfläche gefunden wurde: (Kreen) Heinstetten (500 — 800) ... als die Alamannen ihren Gauen Namen gaben und jede zweite Alamannensiedlung wieder zu existieren aufhörte (260-1100) II. Die ersten Jahrhunderte Thalheims (ab ca. 750 n. Chr.) ... als Thalheim vielleicht um das Jahr 750 von fränkischen Wehrbauern besiedelt wurde ... als der Ortsname Thalheim ausgewählt wurde und die Neusiedler um sich herum nur eines sahen: Täler ... als es um Thalheim herum noch mehr Dörfer gab als heute und weitere abenteuerliche Vermutungen vor allem bezüglich dem »Lengental« und der »Totenbreite« ... als es an der Wagenstelle bergauf ging und der Verkehr von allen Seiten heranströmte ... als in Thalheim das erste Kirchlein stand, in Meßkirch regelmäßig die Messe gelesen wurde und warum vielleicht Meßkirch und nicht Rohrdorf das Frankenzentrum war .....als die Thalheimer noch hauptsächlich freie Franken waren und wie dann so langsam fast alle hörig wurden ... als es in Thalheim 3 Ösche, den Brühl, das Espan und jede Menge weiterer Allmende gab III.Thalheim: Ein Sigmaringer Dorf im Ausland (1242-1972) ... als Thalheim von der alamannischen Goldineshuntare über die ehemals fränkische Herr- und Grafschaft Rohrdorf im 13. Jahrhundert an die Grafschaft Sigmaringen kam ... als Thalheim lange, lange Zeit eine Hohenzollerische Exklave mitten im »Ausland« war und sich in unseren 70er-Jahren die Ereignisse dann plötzlich überschlugen ... als die Nonnen im eben gegründeten Kloster Wald von der Rohrdorfer Grafschaft großzügig mit Thalheimer Grund beschenkt wurden ... als Thalheim im Jahre 1242 erstmals urkundlich erwähnt wurde ... als das Walder Kloster seinen Grundbesitz in Thalheim in 2 Höfen zusammenfaßte ... als mit Ritter Eberharde von Tälheim und seinen Söhnen Wolfrad und Lutold ein Dorfadel in Talheim wohnte ... als der »Frido von Talhain« dem Kloster Beuron im Jahre 1306 seine Güter schenkte und dafür Maier auf dem Thal-heimer Klosterhof wurde ... als die »Hohen von Thalheim« auf dem Berg an der Leiten-Kante wohnten und dabei unserem Ritter Eberharde nebst Söhnen eine einigermaßen erlauchte Gesellschaft leisten konnten ... als auch das Kloster Salem in Thalheim zwei Höfe besaß und der Johanniterorden dem Judenhof seinen Namen gab ... als wir 1501 endlich und reichlich spät auch etwas von Sigmaringer Grundbesitz in Thalheim hören und es plötzlich überhaupt nur noch 4 Grundbesitzer in Thalheim gab ... als im Jahre 1710 der Thalheimer Ösch zur einen Hälfte der Sigmaringer Herrschaft und zur anderen Hälfte den Klöstern und dem Kapitel gehörte ... als im Jahre 1710 in Thalheim 4 Doppelbauern 240 ha Land bewirtschafteten und sich 21 Tagwerker mit 50 ha Land zufriedengeben mußten ... als alle Thalheimer auch noch den Zehnt und andere Gülten reichten und sich daher öfters fragen mußten: Was bleibt eigentlich zum Leben übrig? ... als die meisten Thalheimer leibeigen waren und dafür wieder zahlen mußten ... als die »ohnehin sehr verarmte Gemeinde Thalheim« die Gültsteuern gegenüber der Herrschaft Sigmaringen verweigerte ... als sich die Tagwerker wehrten, wurden im 18. und 19. Jahrhundert neue Felder ausgestockt, die Allmenweiden verteilt und die Auswanderung nach Ungarn und nach Amerika genehmigt ... als allem Anschein nach in Thalheim auf dem »Adelsberg« die alten Dorfherren residierten und im »Voradelberg« die neue Schicht der Tagwerker angesiedelt wurde ... als die jungen Oberdörfler um das Herrschaftliche Schloß im Unterdorf siedelten und man plötzlich begann von Ober- und Unterdörflern zu sprechen IV.Die Thalheimer
Pfarrei St. Laurentius
... als 1275 die Thalheimer Pfarrei erstmals erwähnt wurde und ein alter Herr den Walder Nonnen großzügigerweise den Thalheimer Zehnt schenkte ... als die ersten Thalheimer Pfarrer noch ärmer als ihre Kirchenmäuse waren ... als das Nonnenkloster Wald aufgab und das Landcapitel Meßkirch es sich einfach machte ... als zu unserem Turm auf dem Friedhof auch noch ein Kirchenschiff und ein richtiger Kirchplatz gehörte ... als unsere alte Kirche auf dem Friedhof 1807 dem Einsturz nahe war und schon eifrig ein Umbau geplant wurde ... als es die Thalheimer wegen 1086 Gulden Eigenbeteiligung mit der Angst zu tun bekamen, zum Rückzug bliesen und die Altheimer nach Bietingen schickten .. .als man im Jahre 1817 mit einer baufälligen Kirche im Oberdorf und einem ebenfalls etwas heruntergekommenen Schlößle als neue Pfarrbehausung im Unterdorf einen Neuanfang wagte ...als die Wege vom Pfarrhaus in die Kirche recht lang wurden und Thalheimer schon wieder arme Pfarrer zu beklagen hatten ... als im Jahre 1842 die Pfarrkirche endlich ins Dorf geholt wurde und die Thalheimer dafür jetzt keine Kosten und Mühen scheuten ... als die Gemeinde Thalheim ihren eigenen Turm gebaut und auch bezahlt hatte, und dieser dann plötzlich doch nicht mehr ihr Eigentum war ... als die Thalheimer an die Gestaltung des Innenraums ihrer neuerstellten Kirche gingen ... als auch der Kirchplatz allmählich zu einem repräsentativen Platz heranwuchs ... als die Thalheimer sich lange Zeit still über ihre neue Kirche und ihren eigenen Pfarrer freuten, und plötzlich das Pfarrhaus im Jahre 1970 doch wieder leer stand ... als die Thalheimer in den 70er Jahren eine komplette Innen- und Außenrenovation ihrer Kirche schaffen und dabei erstaunlich viel Schweiß und Spenden fließen ließen ... als unsere etwas eigenwillige Orgel ihren wahren Meister fand ... als die Thalheimer nach über 500 Jahren endlich wieder ein Pfarrhaus neben ihrer Kirche hatten und dieses auch ohne Pfarrwohnung mit Leben füllten V. Es war einmal
— Aus dem Alltagsleben in Thalheim
... als in Thalheim zunächst die Sigmaringer Herrschaft und dann die Thalheimer selbst jagten ... als die Thalheimer um ihren Wald kämpften und dennoch nur von Herrschafts Gnaden ihr kostenloses Allmendholz erhielten ... als die Thalheimer im Jahre 1816 endlich ihren Gemeindewald erhielten und »Unsummen an Bürgerholz« ausgaben ... als vor 250 Jahren der Vogelsang dennoch besiedelt wurde ... als die dankbaren Thalheimer im Jahre 1780 ein St. Wendelins-Gelübde ablegten ... als um Thalheim herum Krieg tobte und 27 junge Thal-heimer Männer in der Fremde ihr Leben ließen ... als ein altes Gemeindehaus im Unterdorf neben dem Schlößle stand ... als auch den Thalheimern Vögte und Bürgermeister mit ihren Räten vorstanden ... als der Schulmeister Jodocus Haberbosch im Jahre 1752 die Thalheimer Kinder mit eifrigem Bemühen unterrichtete ... als in Thalheim Nachtwächter, Polizeidiener und Steckle-Vögte ihren Dienst versahen ... als die Thalheimer sich wegen ihrem kostbaren Wasser stritten, sich später jedoch gemeinsam schöne Eisenkästen und Säulen für ihre Brunnen leisteten und 1904 überglücklich an die neue Wasserleitung angeschlossen wurden ... als die Thalheimer vor über 100 Jahren ihre Flur gestalteten ....als Franz Keller seine Jugend in Thalheim erlebte ... als Bruchsteine, Kalkmörtel, behauene Holzbalken und Stroh die Hauptbaumaterialien waren und so manches Haus ein Raub der Flammen wurde ....als die Thalheimer
im Jahre 1920 die Öllampen und die Kerzen beiseite stellen konnten,
das elektrische Licht andrehen konnten und die Feuerversicherung eigentlich
hätte
.... als es in Thalheim neben vielen Handwerkern auch noch etwas Textilindustrie gab, jedoch die meisten Thalheimer zur Arbeit pendelten .... als die Thalheimer ihr Brot nicht mehr zu Hause backen wollten und einen gemeinsamen großen Backofen anschafften .... als die Plumpsklos in Thalheim langsam rar wurden und 1964 die Kläranlage in Betrieb genommen wurde .... als in Thalheim der Handel noch blühte und Gott sei Dank bis heute noch ein »Tante-Emma-Laden« übriggeblieben ist ... als die Thalheimer noch zwei oder gar drei Wirtshäuser hatten und auch heute wieder so einiges los ist ... als die Thalheimer 1984 aus ihrem alten Farrenstall ihr Bürgerhaus St. Wendelin machten und seither ein Festsaal,ein Konzertsaal und eine Kleinkunstbühne ihr Eigen nennen dürfen ... als Pfarrer Fidelis Wieland Ordensschwestern nach Thalheim holte und das Dorf plötzlich mit einer Krankenstation und einem Kindergarten gesegnet war .... als die Thalheimer schwimmen lernten .... als endlich auch von Thalheim aus die Post abging .... als die Thalheimer ihre Verkabelung beschlossen haben und damit erst richtig den Einstieg ins Fernsehzeitalter finden werden .... als Thalheim einen l. Preis im Kreiswettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden« ..... ...Bevölkerungsstatistik Bibliographie (Quellen- und Literaturverzeichnis)
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