Thalheimer Gugge feiert in der Rohrdorfer Festhalle  ihr 20- jähriges Jubiläum
 

 

Drum sagen wir auf Wiedersehn

 Entstanden war die Thalheimer Guggemusik vor zwanzig Jahren mehr oder wenig aus einer Laune heraus. Zehn junge Burschen saßen zur Fasnetszeit in der damaligen Aimes-Bude zusammen und waren sich noch nicht so recht einig, was sie an diesem Sonntagnachmittag nun gemeinsam anstellen könnten. Einer hatte plötzlich die verrückte Idee, sich einfach in einen Fasnetsumzug zu reinzudrücken und diesen mit improvisierten musikalischen Beiträgen etwas aufzumischen. Ausgerüstet mit Musikinstrumenten wie Kochtöpfen, Waschbrettern oder Rasseln setzte man den gefassten Plan in Kolbingen sofort in die Tat um und war vom Ergebnis vollauf begeistert. Diese Begeisterung wirkte im Dorf ansteckend und so wuchs die Truppe unter der mitreißenden Leitung vom Däfelebua „Lines“ Rainer Liehner schnell auf die heute rund 50 Mitglieder an, wobei keinem der Beitritt verwehrt wird und jeder gerne mitmachen kann. Einzige Bedingung ist ein wie auch immer geartetes Musikinstrument, gute Laune und ein etwas von der Normalität abweichendes Outfit. Neben begeisterungsfähigen Laienmusikanten zählen jedoch auch viele aktive Spieler aus der Musikkapelle zum Stamm der Truppe. Seit zwanzig Jahren sorgt die so entstandene Thalheimer Gugge so regelmäßig zur Fasnetszeit für Begeisterungsstürme und reißt das Publikum mit faszinierenden Rhythmus und ohrenbetäubender Lautstärke unweigerlich in ihren Bann. Das jährliche Highlight für die Gugge und das fastnächtliche Publikum ist dabei immer wieder der Auftritt beim  legendäre  Thalheimer „Aimes“-Ledigenball am Fasnetsfreitag. Traditionell ist auch schon der Auftritt am Fasnetssamstag in Wald, wohin man in den ersten Jahren vom Sepp auf dem Ladewagen transportiert wurde und dadurch auch regelmäßig etwas zu spät kam. Bei allen Auftritten stand und steht dabei immer das Publikum im Mittelpunkt und immer wieder springt dabei der Funke ganz getreu dem Motto „Wenn`s Publikum Spaß hat, haben auch wir Spaß“ in einer gigantischen Begeisterungswelle über. Als Auftrittsentree wird regelmäßig mit der fast schon als Thalheimer Narrenmarsch geltenden „Adelheid“ begonnen, wonach dann im Repertoire solche Knaller wie „Babylon“, „Baby Face“ oder „Sierra Madre“ folgen. Den furiosen Schlussakkord bildet dann immer wieder auch mit gesanglicher Verstärkung der Gassenhauer „Drum sagen wir auf Wiedersehn“. 
Aus der Thalheimer Dorffasnet ist die Guggemusik bei solch großem Erfolg kaum mehr wegzudenken. Ein Auftritt beim sonntäglichen Bürgerball ist daher ebenso selbstverständlich wie das regelmäßige Begleiten der Köhlerzunft bei den verschiedenen Umzügen in der Nachbarschaft.
Zum 20-jährigen Jubiläumsfest hat die Thalheimer Gugge nun 9 Gastguggen aus der Region aber auch aus dem Freiburger Raum in die  Rohrdorfer Festhalle eingeladen. In die Nachbarschaft war man ausgewichen, da die 300 angemeldeten Guggemusiker und die erwarteten Gäste die Kapazitäten des Thalheimer Wendelinisaales bei weitem gesprengt hätten. Zum Fest  wurde als besonderes Schleckerle eigens ein bunter Jahreskalender mit effektvollen Fotos der Guggemusiker geschaffen. Jedes Mitglied sowie jede Gastgruppe soll dieses handwerklich hervorragend arrangierte Kalendarium als Jubiläumsgabe erhalten. Gut gerüstet startet so am Samstag, 8. Januar in Rohrdorf um 19.30 Uhr die öffentliche Jubiläumsfasnetsveranstaltung mit den Auftritten der verschiedenen Guggen sowie mit Darbietungen von Tanzgruppen aus Kreenheinstetten und aus Krumbach. Die Thalheimer Gugge mit ihrem famous Däfelebua  „Lines“ hoffen dabei auf viele Guggefans aus nah und aus fern.