KIRCHENCHOR  THALHEIM
25  aktive Sängerinnen und Sänger
Dirigentin Claudia Glöckler
1. Vorsitzender Friedbert Rudolf

Neue Ehrenmitglieder und neugewählte Vorstandschaft
im Thalheimer Kirchenchor v.li.: Rita Molitor, Eva-Maria Schalk, Peter Schalk, Präses Pfarrer Matthias Stößer, Rosalinde Wetter, , 1. Vorsitzender Friedbert Rudolf, Dirigentin Claudia Glöckler, Kassier Markus Glöckler, Schriftführerin Claudia Weißhaupt und stellvertr. Vorsitzende Andrea Kehrmüller

Der Kirchenchor Thalheim hat 25 aktive Chormitglieder. Unter der Leitung von Dirigentin Claudia Glöckler werden vor allem die kirchlichen Jahresfeste sowie auch Beerdigungen musikalisch bereichert. Neben neuem geistlichen Liedgut singt der Chor auch deutsche und lateinische Messen sowie manch weltliches Lied.Gesucht wird noch Verstärkung in den Männerstimmen, vor allem im Tenor. Geprobt wird jeweils am Donnerstagabend im Thalheimer Rathaus.
1. Vorsitzender Friedbert Rudolf 07575/3256 
 

Generalversammlung 2005
Zuwachs beim Kirchenchor Thalheim
„Die Arbeit mit dem Chor macht rundum Spaß und Freude, ich mache gerne weiter“, so das erste Halbjahres-Resümee der neuen Dirigentin Claudia Glöckler auf der Hauptversammlung des Thalheimer Kirchenchores. Erfreut zeigte sie die Dirigentin weiter darüber, dass nach dem Dirigentenwechsel im August letzten Jahres fast alle alten Mitglieder dem Chor treu geblieben seien und nun sogar sechs neue Sängerinnen  mit dabei sind. Für die Verstärkung der Männerstimmen wolle man in den nächsten Monaten aber nochmals auf eine intensive Sängersuche gehen. Vorsitzender Friedbert Rudolf bedankte sich seinerseits bei der Dirigentin für ihre engagierte Chorleitung und ihr allseits erhofftes Weitermachen. Claudia Weißhaupt konnte in ihrem Schriftführerbericht dann von 27 Proben und 21 Anlässen, darunter alleine 9 Beerdigungen, berichten. Keine Fehlzeit hatte dabei Konrad Wohlhüter, während Adolf Glöckler, Markus Glöckler, Claudia Weißhaupt und Friedbert Rudolf jeweils nur einmal fehlten. Von einem zufriedenstellenden positiven Kassenstand konnte schließlich Kassier Markus Glöckler berichten. Pfarrer Matthias Stößer bedankte sich in seinem Grußwort für die gute Zusammenarbeit mit dem Chor und für die besondere Atmosphäre, die der Chorgesang immer wieder in die Gottesdienste einbringe. Der ehemalige Dirigent  Peter Schalk zeigte sich in seinem Grußwort über den guten Fortgang des Chores erfreut und sprach von einem ganz besonderen Gefühl, nach jahrzehntelangem Dirigieren nun immer wieder dem Chor von der Kirchenbank aus zuhören zu können. Ortsvorsteher Hubert Stekeler bedankte sich ebenso wie zuvor schon in der Kirche die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Birgit Wohlhüter für das musikalische Wirken des Chores das Jahr hindurch, was eine wertvolle Bereicherung des gesamten Dorfgemeinschaftslebens bedeute. Besonderer Dank galt dabei neben der Dirigentin auch der gesamten engagierten Vorstandschaft, die bei den nachfolgenden Wahlen auch wieder komplett für weitere vier Jahre im Amt bestätigt wurde. 
 
Abschließend standen fünf Ehrungen treuer Chormitglieder an. Die an diesem Abend erkrankte Ursula Stekeler wurde für 40 jähriges Chorsingen, davon 16 Jahre 1. Vorsitzende des Thalheimer Chores geehrt. Nach über 35-jähriger verdienstvoller Chorleitung wurde Peter Schalk zum Ehrendirigent ernannt. Ebenfalls über 35 Jahre war Eva-Maria Schalk für den Chor als Führungsstimme und Solistin im Sopran, sowie als Mitglied in der Vorstandschaft und Dirigentenvertreterin eine wichtige Stütze. Nachdem sie im letzten Jahr den Chor krankheitshalber verlassen musste, wurde sie nun zum Ehrenmitglied ernannt. Rosalinde Wetter sang bis zur letzten Sommerpause ebenso wie die  immer noch aktive Sängerin Rita Molitor 52 Jahre lang im Chor. Beide wurden nun zu Ehrenmitgliedern des Chors ernannt.
Dirigent Peter Schalk kündigt für Sommer 2004 seinen Rücktritt an
Die diesjährige Generalversammlung des Kirchenchor Thalheim begann am vergangenen Samstag mit einer vom Chor musikalisch mitgestalteten Sonntagsvorabendmesse. Im Anschluss wurden  im Pfarrhaus die Regularien abgehalten. Zunächst trug die Schriftführerin Claudia Weißhaupt den Jahresbericht vor, welcher  37 Proben , 21 Anlässen und zur allgemeinen Freude auch den Eintritt von zwei neuen Sängerinnen auflistete. Für nur einmaliges Fehlen in den Proben wurden Rosalinde Wetter, Konrad Wohlhüter, Adolf Glöckler, Markus Glöckler und Friedbert Rudolf  ausgezeichnet, wofür ihnen die  2. Vorsitzende Andrea Kehrmüller jeweils  ein Weinpräsent überreichte. Der anschließende Kassenbericht von Markus Glöckler verzeichnete ein leichtes Plus in der Chorkasse. In seinem Rückblick hob Chorleiter Peter Schalk nach seinem Dank an Sänger und Organistinnen besonders die Adventsbesinnung mit dem Meßkircher Posaunenchor als ein Höhepunkt hervor. Auf das nächste halbe Jahr vorausblickend verwies Chorleiter Schalk vor allem auf das anstehende Seelsorgeeinheitsfest im Mai. Schwer gefallen sei ihm nun sein persönlicher Entschluss, nach 35 Jahren Dirigententätigkeit sein Amt zum Juli dieses Jahres zurückzugeben. Vieles, so Peter Schalk,  habe man in dieser langen Zeit miteinander erarbeitet, gesungen und erlebt – zur Ehre Gottes, zur Freude der Gemeinde und zur eigenen Freude. Mit seiner Rücktrittsankündigung verband Peter Schalk den Wunsch, dass die Sängerinnen und Sänger dem Chor auch weiterhin treu bleiben und dass bis zum Sommer eine Nachfolgelösung gefunden werde. Mit großer Betroffenheit und Bedauern aber auch mit Verständnis reagierte die Versammlung auf die persönliche Entscheidung ihres Chorleiters. Noch könne man sich den Chor ohne Peter Schalk nicht vorstellen, man wolle sich jedoch bis zum Sommer gemeinsam um eine Nachfolge im Dirigentenamt bemühen, so der Vorsitzende Friedbert Rudolf. In ihren Grußworten drückten auch die Pfarrgemeinderatvorsitzende Birgit Wohlhüter, Ortsvorsteher Hubert Stekeler und Pfarrer Matthias Stößer ihr Bedauern über das angekündigte Ausscheiden von Peter Schalk als Dirigent aus und anerkannten gleichzeitig die großartigen Leistungen des Dirigenten für die Musica sacra und für die ganze Dorfgemeinschaft. Dem Chor  dankten sie für die  musikalische Begleitung des Gemeinschaftslebens das ganze Jahr hindurch. Präses Pfarrer Mathias Stößer brachte zum Ausdruck, dass die Chorauftritte für ihn nicht nur eine bloße Garnierung , sondern eine notwendige Bereicherung der Liturgie bedeuten. Als ganz besonders eindrucksvoll strich der Pfarrer die vergangene Firmung mit Projektchor hervor. Vorsitzender Friedbert Rudolf regte an , dass zukünftig neue Gemeindelieder zuerst im Chor einstudiert werden sollten, bevor sie im Gottesdienst gesungen werden. Weitere Besprechungspunkte waren noch eine gemeinsame Fahrt zum Katholikentag nach Ulm und ein anstehender Werbeabend. Mit den besten Wünschen für das kommende Chorjahr schloss der Vorsitzende schließlich die harmonisch verlaufene Generalversammlung des Thalheimer Kirchenchors.
 

50 Jahre beim Kirchenchor Thalheim singen Rosalinde Wetter und Rita Molitor (von links). 40 Jahre beim Chorgesang dabei ist Toni Schmid. Hintere Reihe von li. Pfarrer und Präses Matthias Stößer, Dirigent Peter Schalk, 1. Vorsitzender Friedbert Rudolf, 2. Vorsitzende Andrea Kehrmüller

Generalversammlung Kirchenchor Thalheim 2003
Mit einem  musikalisch umrahmten Sonntagvorabendgottesdienst begann der Kirchenchor Thalheim seine diesjährige Generalversammung. Zu Ende des Gottesdienstes wurden Rosalinde Wetter und Rita Molitor für 50 –jährige Mitgliedschaft, sowie Toni Schmid für 40-jährige Mitgliedschaft im Chor von Präses Pfarrer Matthias Stößer und vom Vorsitzenden Friedbert Rudolf mit einer Urkunde und einem Präsent geehrt. Anschließend berichtete dann zuerst Schriftführerin Claudia Weißhaupt vom verflossenen Chorjahr, wobei sie vor allem die Messe an Wendelini als herausragender Höhepunkt herausstrich. Bei den insgesamt 31 Proben und 17 Anlässen waren Konrad Wohlhüter und Markus Glöckler lückenlos dabei. Der Kassenbericht von Markus Glöckler zeigte ein positives Ergebnis.  Dirigent Peter Schalk ergänzte seinen Rückblick mit einem Ausblick auf die kommenden Monate. Neben Ostern und Pfingsten steht im Juli die Firmung in Thalheim und das Fest der Seelsorgeeinheit in Leibertingen an. Auch die gemeinsame Prozession der Pfarreien aus Altheim und Thalheim an Christi Himmelfahrt auf den „Berg“ soll wieder stattfinden. Pfarrer Matthias Stößer unterstrich in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit zwischen Chor und Dirigenten. Auch Ortsvorsteher Hubert Stekeler dankte dem Chor für seine Beteilung am Dorfgemeinschaftsleben auch über das Singen hinaus. 
Kirchenchor Thalheim 2001:
Von links nach rechts: Konrad Wohlhüter, stellvert. Vorsitzende Andrea Kehrmüller, Elsa Heim, Kassier Markus Glöckler, Schriftführerin Claudia Weißhaupt, Toni Schmid, 1. Vorsitzender Friedbert Rudolf, Gerlinde Wohlhüter, Pfarrer Matthias Stößer, Adolf Glöckler, Dirigent Peter Schalk
Neue Führungsspitze beim Thalheimer Kirchenchor
Bei der letzten Generalversammlung des Thalheimer Kirchenchors stellte sich die erfolgreich zusammenarbeitende bisherige Vorstandschaft nicht mehr zur Wahl. Als Nachfolger von Gerlinde Wohlhüter steht so zukünftig Friedbert Rudolf dem  Thalheimer Kirchenchor vor.  Als stellvertretende Vorsitzende übernimmt Andrea Kehrmüller das bisherige Amt von Eva-Maria Schalk. Als neue Schriftführerin löst Claudia Weißhaupt zukünftig Toni Schmid ab. Über 30 Jahre lang war Ernst Bücheler Kassier des Thalheimer Chors. Nun übernimmt Markus Glöckler dieses Amt.
Zu Ehrenmitglieder des Chors ernannte aufgrund über 50-jähriger aktiver Mitgliedschaft der Präses Pfarrer Matthias Stößer die Sängerin Else Heim und die Sänger Ernst Bücheler, Adolf Glöckler und Konrad Wohlhüter. 
Präses Matthias Stößer bedankte sich zuvor bei dem Chor und bei den Organistinnen Karin Gäng und Claudia Glöckler für die sehr gute Zusammenarbeit und die wertvolle liturgische Bereicherung. Besonders hob der Pfarrer positiv darauf ab, dass der Chor mehrfach harmonisch mit musikalisch unterstützten Jugendchören zusammenarbeitete. Dies mache auch Mut und sei Zuspruch für die Zukunft, so Ortsvorsteher Stekeler, der sich beim Chor auch für die wertvolle allgemeine kulturelle Bereicherung für die Dorfgemeinschaft bedankte.
Dirigent Peter Schalk blickte nochmals auf die 56 Proben und Auftritte im vergangenen Jahr zurück und gab der Hoffnung Ausdruck, dass  auch zukünftig die 17 Sängerinnen und Sänger des Chor in ihrem Probenbesuch nicht nachlassen werden. Derzeit probt der Chor neben dem „neuen geistlichen Liedgut“ wieder einmal eine lateinische Messe, die „Missa Quinta“, ein.  Auch Dirigent Schalk stellte deutlich die positiven Aspekte der Zusammenarbeit  mit jugendlichen Projektchören heraus. Ein solcher Projektchor soll demnächst unter Leitung von Karin Gäng wieder angeboten werden.
Der Generalversammlung voraus ging eine gemeinsam von den Firmlingen, der Instrumentalgruppe von Oliver Gäng und dem Kirchenchor mitgestaltete Jugendmesse voraus. 

Adventsbesinnung 2002



 
 
 
 
 
Adventsbesinnung mit dem Thalheimer Kirchenchor am 16.12.2001

Thalheim (ste.): Zur traditionellen Adventsbesinnung am dritten Adventssonntag lud der Thalheimer Kirchenchor in die mit Kerzen stimmungsvoll illuminierte Pfarrkirche St. Laurentius ein. Unter dem Leitthema „Ave Maria gratia plena“ trug der Chor unter Leitung von Dirigent Peter Schalk überaus gekonnt vorgetragene Adventslieder aus den verschiedensten Zeitepochen vor. Spannend dabei jeweils der variationsreiche Einsatz der verschiedenen Chor-Stimmen in den adventlichen Sätzen. Einfühlsam begleitet wurde der Chor von den beiden Flötistinnen Kerstin und Christiana Wohlhüter, sowie von Karin Gäng an der Orgel. Komplettiert wurde die eindrucksvolle Meditation durch adventliche Lukastexte, welche Eva-Maria Schalk gefühlvoll vortrug. Die Thalheimer Kirchenbesucher erlebten somit am vergangenen Adventssonntag einen niveauvollen, tiefgehenden Meditationsabend . 
 


 
  • Kirchenchor Thalheim feierte 1999 sein 175-jähriges Jubiläum
  • Kirchenchor Thalheim erhält die Palestrina-Medaille
  • Kirchenchor Thalheim begleitet die kirchlichen Feste im Jahreslauf

Am 6.11.99 wird dem Kirchenchor Thalheim die Palestrina-Medaille überreicht.
Von rechts: 1.Vorsitzende Gerlinde Wohlhüter, Pfarrer Matthias Stößer, Chorleiter Peter Schalk

175 Jahre Kirchenchor Thalheim
Samstag , 6. November 1999
19.00 Uhr  Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius
                  Festmesse: Fridolin Limbacher „Turmbläsermesse“ für gemischten Chor,
                                              Bläser und Orgel
                              Musikalische Gestaltung:
                              Kirchenchöre aus Altheim, Buchheim, Leibertingen,Kreenheinstetten und Thalheim
                              Evangelischer Posaunenchor Meßkirch
                              Orgel: Klaus Krämer, Bezirkskantor
                              Leitung: Peter Schalk
                              anschließend    Festakt im Bürgerhaus St. Wendelin
                              mit Festansprache und Verleihung der Palestrina-Medaille durch
                                Herrn Kling, Radolfzell, Vorstandsmitglied des Cäcilienverbandes Freiburg
                                Liedvorträge der Gastchöre, Gedankenaustausch, gemütliches Beisammensein

Peter Schalk und Hubert Stekeler

Jubiläumsfestschrift
175 Jahre Kirchenchor Thalheim
1999 kann der Kirchenchor Thalheim das 175. Jahr seines Bestehens feiern.Die Frage nach dem
Gründungsdatum eines Vereins ist immer schwierig, wenn keine Gründungsurkunde vorhanden ist.
Da der Kirchenchor zur selbstverständlichen  Einrichtung der Pfarrei gehört, gibt es kaum Aufzeichnungen
und keine Protokollbücher aus dem letzten Jahrhundert. Auf der Suche nach Spuren des Kirchenchors
konnte man am ehesten noch in Rechnungsbüchern der Gemeinde, der Pfarrei und in den Verkündbüchern
(heute Pfarrblatt) etwas finden.
Erst seit 1972 gibt es im Kirchenchor einen gewählten Vorstand und ein lückenloses Protokollbuch.
Man kann vermuten, dass der Pfarrer der 1816 wieder errichteten Pfarrei Thalheim für die Feier des
Sonntags einen Sängerchor gegründet hat, so dass dieser vielleicht schon seit 1820 besteht. Als erste
Erwähnung  und „Schlüsseldatum“ zur Feier des 175 jährigen Jubiläums gilt nun aber ein Rechnungsbeleg
im Rechnungsbuch der Gemeinde Thalheim vom 14. Weinmonat (Oktober) 1824.
175 Jahre sind somit vergangen, seit der Adlerwirt Konrad Braun der Gemeinde Thalheim eine
Wirthausrechnung über die Beköstigung der 7 Kirchensänger stellte. Er schreibt darin:
waß die Singer Bey mier Verzert haben
7 persohnen Ein yeteß 15  (Kreuzer)
Macht alleß Zu Sahmen    1 fl 15 xr

Bescheindt Konradt Braun wirth
ten 14 ten Weinmonath 1824
Bescheint Durch den Vogt Stäkeler

Neben dieser Verköstigung erhielt der Chor auch eine regelmäßige jährliche Unterstützung von 10 fl von
der Gemeinde.Diese Rechnungsstellungen des Sängerchors an die Gemeinde sind seit dem oben genannten
Jahr 1824 , mit dem die gesammelten Aufzeichnungen der Gemeinde Thalheim beginnen, immer wieder
nachweisbar. Es ist so durchaus anzunehmen, dass der Kirchenchor, oder besser seinem damaligen Namen
nach der Sängerchor, auch schon in früheren Jahren  in der Thalheimer  Kirche zum Lobe Gottes sang.
 

Von Interesse ist auch ein Streit, der 1865 zwischen Pfarrer Futterer und der politischen Gemeinde
ausgetragen wurde. Streitpunkt war die Verwendung des „Wendeliniopfers“ des Inhalts der Opferbüchse,
die am Eingang der Kirche bei der Wendelinistatue aufgestellt wurde. Der Bürgermeister war der Meinung
, das Geld gehöre der Gemeinde zur Bezahlung der Unkosten des Wendelinusfestes. Darum ließ er 1865
die Opferbüchse sogar durch den Ortspolizisten im Pfarrhaus wieder abholen. Für uns ist interessant:
Pfarrer Futterer schreibt danach ins Verkündbuch:“dass ein Teil des Wendeliniopfers den Sängern zugute
kommen soll“.
Erst seit 1890 Pfarrer Faul die Pfarrstelle in Thalheim antritt und danach Lehrer Viesel den Kirchenchor
übernimmt, existieren einige genauere Aufzeichnungen. Schon 1981 z.B. verfügt Pfarrer Faul: Der Zutritt
zur empore auf der linken Seite ist nur den Sängern gestattet.
Lehrer Viesel nennt den Sängerchor 1897 Cäcilienverein Thalheim und kann für die Sänger Chorbücher
anschaffen, in denen geistliche und weltliche Chorsätze enthalten sind. Auch existieren seit 1890
verschiedene Gottesdienstprogramme, in denen Pfarrer Faul die lateinischen Gesänge für den Kirchenchor
aufführt.
1913 ist auch vermerkt. dass für den Kirchenchor ein Harmonium zum Preis von 240 Mark angeschafft
werden konnte.
Eine Bemerkung des Pfarrers von 1911 lässt heutige Leser eher schmunzeln . Damit Unbefugte sie nicht
lesen konnten, schreibt er den Eintrag zu einem Hochzeitsgottesdienst in Latein:“Propter feminam
gravidam: missa non cantata !
 

Peter Schalk
Kirchechor "St. Laurentius"  Thalheim
Gemischter Chor mit 20 Mitglieder
Präses: Pfarrer Matthias Stößer
1. Vorstand: Gerlinde Wohlhüter
2. Vorstand: Eva Maria Schalk
Schriftführerin: Toni Schmid
Dirigent: Peter Schalk
Organistinnen: Karin Gäng und Claudia Glöckler
Seine Hauptaufgabe sieht der Chor in der Mitgestaltung der Liturgie an Sonn- und Feiertagen zur Ehre
Gottes und zur Freude der Gemeinde. Alljährlich singt der Chor in über 20 Gottesdiensten und trifft sich
jeden Donnerstag um 20.00 Uhr zu durchschnittlich 33 Proben .
An Christi Himmelfahrt, Fronleichnam und Allerheiligen ist der Chor auch bei der Prozession bzw. auf
dem Friedhof dabei. Am Fest des Hl. Wendelin (20. Oktober), des Dorfpatrons von Thalheim, das noch am
selben Tag gefeiert wird, gestaltet der Chor mit den Schülern der Grundschule gemeinsam den
Gottesdienst. Am Abend ist jeweils feierliche Vesper . Ebenso singt der Chor bei jeder Beerdigung im
Gottesdienst und auf dem Friedhof, da Beerdigungen in Thalheim Anliegen der ganzen Gemeinde und
keine privaten Ereignisse sind.
Als besonderes musikalisches Ereignis bietet der Chor seit 12 Jahren eine „Adventsbesinnung“ an. Dabei
werden ausschließlich adventliche Bibeltexte und Chöre vorgetragen, um dem allgemeinen
weihnachtlichen Gedudel etwas entgegenzusetzen. Dabei wechselt jedes Jahr die Begleitung durch
verschiedene Instrumentalgruppen.Der Kirchenchor Thalheim nimmt auch seit Jahren an jedem
Dekanatskirchenchortag teil. Intern trifft sich der Chor jedes Jahr in der Weihnachtszeit zum
„Christbaumsingen“. Damit wollen wir eine alte Tradition, die in den Familien fast verschwunden ist,
wenigstens im Chor aufrecht erhalten. Wir singen dabei ca 30 Weihnachtslieder auswendig und mit allen
Strophen. Anschließend gibt es Glühwein und belegte Brötchen.
Alle zwei Jahre machen wir einen Ausflug in die nähere Umgebung.

Im Repertoire des Kirchenchors sind u.a. verschiedene lateinische und deutsche Messen.
Hassler: Missa secunda
Grassini: Missa prima
Cassali: Missa in G
Bruckner: Messe in C
Eberlin: Missa in C
Limbacher: Turmbläsermesse
Limbacher: Deutsches Requiem
Deutsche Ordinariumsvertonungen von Schütz, Praetorius und Bach
Schubert: Deutsche Messe
Salzburger Messe von Eva M. Thoma,
für den Weihnachtstag 6 Chorsätze aus dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach,
Verspern nach Falsbardoni-Sätzen von A. Schumacher:
Vom Heiligen Geist,
In der Fastenzeit,
An Marienfesten,
Erste Sonntagsvesper.
In den letzten Jahren (seit 1995) lag ein Hauptschwerpunkt unserer Arbeit bei Chorsätzen aus dem
„Freiburger Chorbuch“. Wir singen inzwischen 35 „Nummern“. Weiterhin sind in den letzten Jahren das
Neue Geistliche Lied und Gesänge aus Taize’ besondere Schwerpunkte unserer Chorarbeit. So konnten wir
auch Jugendgottesdienste begleitet von Instrumentalgruppen (z.B. Firmgottesdienst 1995) mitgestalten.
Bei Hochzeiten singen wir auf Anforderung.
Der gregorianische Choral gehörte lange Jahre zum selbstverständlichen Repertoir des Chores und der
Gemeinde. Er wurde uns allerdings nach heftigem Streit mit einem Geistlichen als „ nicht mehr zur
Liturgie passend“ ausgetrieben ( ca. 1980). Ein Neuanfang scheint im Moment sehr schwierig zu sein.
Der Kirchenchor begleitet gelegentlich auch die „ Auftritte“ einer liturgischen Tanzgruppe von Frauen aus
allen vier Pfarreien. Wir sind vom Chor aus bestrebt, einen Weg zu finden, im Festgottesdienst Chor und
Gemeinde gemeinsam am liturgischen Geschehen zu beteiligen. Dabei sind uns Wechselgesänge auch aus
dem Kantorenbuch und Hallelujabuch eine Hilfe. Wir sind allerdings der Meinung, dass auch Hören von
Musik und Gesang eine höchst aktive Beteiligung an der Liturgie sein kann.
Der künstlerischen Qualität sind naturgemäß Grenzen gesetzt durch die geringe Anzahl der Mitglieder,
deren stimmliche Fähigkeit und das musikalische Können, vor allem auch durch die geringer werdende
Anzahl der Männerstimmen.
Das Verhältnis der Geistlichen zum Kirchenchor schwankt zwischen tolerierender Gleichgültigkeit und
wohlwollender Anerkennung. Wir versuchen immer, die Gestaltung der Festgottesdienste frühzeitig mit
dem Geistlichen abzustimmen.
Der Dienst des Chorleiters und des Organisten wird von verschiedenen Personen ausgeübt. Deshalb  ist es
uns möglich , bei vielen Chorvorträgen auf die Unterstützung durch die Orgel zurückzugreifen oder bei
einer Messe die Begleitung der Orgel in Anspruch zu nehmen.
 
 
 
 

c/o Kath. Bildungswerk Thalheim  - letzte Änderung 17.12.2001