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Bereits im Jahre 1567 ist in den Heiligenberger Rechnungsbüchern in Leibertingen eine Glashütte genannt. Im Jahre 1605 wird diese im Weiler Lengenfeld erwähnt, wo sie bis in die 50er Jahre des 17.Jahrhunderts bestand. Der starke Holzverbrauch dieser Glashütte hat den Charakter der Heuberglandschaft geprägt. Das Urbarmachen des Feldes für die Landwirtschaft korrespondierte mit dem Betrieb einer Glashütte. Daher wohl auch die Tatsache, dass Glashütten, nachdem das am Ort vorhandene Holz verbraucht war, an anderen Orten neu aufgerichtet wurden. Der Holzverbrauch für eine Glashütte war enorm. Für 100kg Glas wurden etwa 100-200 m³ Holz benötigt.
Die Leibertinger Kirche wurde, nachdem
die alte entsprechend den Aussagen früherer Annalen zu klein geworden
war, neu gebaut. Sie stand etwa am gleichen Platz wie die heutige, allerdings
in Ost-West-Richtung. Im Jahr 1826 erfolgte unter Pfarrer Knecht die Benediktion
der neuen Kirche und am 26.August 1833 wurde sie durch Weihbischof von
Vikary geweiht und unter den Schutz der Apostelfürsten St.Petrus und
St.Paulus gestellt.
Ganz in der Nähe der Pfarrkirche
befindet sich das sogenannte "Pfarrhöfle", wohl eines der ältesten
Gebäude in Leibertingen. In seinen Ursprüngen ist es ein sogenanntes
"allemannisches Bohlenständerhaus". Nach umfangreicher Renovation
ist dieses aus dem Jahr 1489 stammende Gebäude eine Bereicherung des
Ortsbildes.
Zu allen Zeiten war das Geschick der
Ortschaft Leibertingen eng mit der Burg Wildenstein verbunden. In einem
Jahrbuch des Klosters Beuron wird 1077 erstmals urkundlich erwähnt.
Die ersten Herren waren die Herren von Wildenstein. Mit Sicherheit darf
angenommen werden, dass die günstige Lage schon früher zu einer
befestigten Wohnstatt Anreiz geboten hat. Nähere Einzelheiten über
die Burg sind dem Anhang zu entnehmen.
Der Weiler Lengenfeld, dessen Name
und Ursprung wohl eng mit der abgegangenen Burganlage Lengenfeld in Verbindung
steht, gehört seit eh und je zur Ortschaft Leibertingen. Seit dem
Jahr 1724 besitzt Lengenfeld eine eigene Kapelle. Sie ist der Hl.Ottilie
geweiht. Um das Jahr 1924 erwirkte Pfarrer Spitzmüller sogar die Zelebrationserlaubnis
für dieses kleine Kirchlein. Der aus weißem Sandstein bestehende
Altarstein stammt aus der im Jahr 1777 abgebrochenen St.Nikolaus-Kapelle
im nahegelegenen ehemaligen Oberstetten. Im Dachreiter hängt ein anno
1758 gegossenes Glöckchen, das noch täglich seine Pflicht.
Quelle (Text): Informationsheft der
Gemeinde Leibertingen - Herausgegeben vom Bürgermeisteramt in Leibertingen
(Bilder): Fremdenverkehrsbroschüre
- Herausgegeben vom Bürgermeisteramt in Leibertingen