| Man kann es schaffen
Ehemaligentreffen im Therapiezentrum stiftet Mut und Zuversicht Seit einigen Jahren lädt das Thalheimer Therapiezentrum für Drogenabhängige jeweils auf den 1. Adventssonntag ehemalige Patienten und Mitarbeiter zu einem Gedankenaustausch ein. Dass dieses Treffen bei den vielen Ehemaligen der seit 25 Jahren bestehenden Therapieeinrichtung ein großes Bedürfnis ist, war unschwer an den vollbesetzten Reihen im großen Saal des Zentrums abzulesen. Allein in Thalheim verließen seit 1983 über 1000 Patienten mit einer längerfristigen Erfolgsprognose von ca. 40 % die Einrichtung. Sicherlich war das Therapiezentrum für viele Abhängige die letzte Chance wieder Fuß zu fassen und zu überleben. Diejenigen die gekommen waren, gehören zu den Glücklichen, die es geschafft haben. Sie erzählten sich angeregt und immer wieder auch mit einem berechtigten Stolz gegenseitig über ihre Familien, ihre Berufe und darüber wie sie das Leben nach der Therapie gemeistert haben. Sie wussten jedoch auch zu berichten von jenen, die man auch gekannt hatte, die auch in Thalheim waren und die es eben nicht geschafft haben, die gescheitert sind, die nicht mehr leben. Erleichterung und besinnliche Freude war so beim geselligen Treffen der über 100 Ehemaligen des Therapiezentrums ebenso zu spüren wie Zuversicht und Mut. Durch die vorgelebte Botschaft „Schaut es geht, man kann es schaffen“ bedeutet das vorweihnachtliche Treffen bei den derzeitig 26 Patienten vor allem auch einen riesengroßen Motivationsschub, so Wilma Fritz, die mit weiteren neun Kollegen das Thalheimer Therapiezentrum leitet. |
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