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SÜDKURIER - J.Kleinert:
" Das Drogentherapiezentrum Hausen im Tal wird künftig von einer Stiftung getragen. Regierungspräsident Dr. Hubert Wicker übergab am Mittwoch die entsprechende Urkunde. Thalheim - Die Trägerschaft des Therapiezentrums für Drogenabhängige Hausen im Tal ist am Mittwoch von einer gemeinnützigen GmbH in eine Stiftung umgewandelt worden. Sie trägt den Namen Heuberg-Stiftung und ist eine von 272 selbstständigen Stiftungen des bürgerlichen Rechts, die in den letzten zehn Jahren im Regierungsbezirk Tübingen entstanden sind. Im Rahmen eines vom Duo Bernd Geisler (Gitarre) und Ljubisa Lakovic (Akkordeon) musikalisch umrahmten Festaktes im Therapiezentrum in Thalheim überreichte Regierungspräsident Hubert Wicker der Leiterin und Diplom-Pädagogin Wilma Fritz die Stiftungsurkunde. Stiftungen, so der Regierungspräsident, seien daher Ausdruck einer auf Eigenverantwortung setzenden, demokratischen Bürgerschaft, der die Zukunft gehört und die unsere uneingeschränkte Anerkennung verdient. "Gehen Sie stiften!", lautete abschließend seine wohlmeinende Aufforderung an die Festgesellschaft. |
| Der Tübinger
Regierungspräsident
Hubert Wicker überreicht am 13. Juni 2002 der Leiterin der Thalheimer Einrichtung Wilma Fritz die Stiftungsurkunde |
Zuvor hatte Diplom-Psychologe
Thomas Bader seiner Freude darüber Ausdruck verliehen, dass so viele
Vertreter der Landes- und Gebietskörperschaften seiner Einladung zu
dem Festakt gefolgt waren. Er bezeichnete die Schaffung der Heuberg-Stiftung
als konsequente Entwicklung einer gemeinnützig tätigen Organisation,
die vor 25 Jahren in der Gründung des Therapiezentrums Hausen im Tal
ihren Niederschlag fand und mit dessen Geschick der Name Peter Heinemann
bis heute untrennbar verbunden ist. Der nächste Schritt sei der Erwerb
des Anwesens Voradelberg 2 in Thalheim gewesen, auf dem das heutige Therapiezentrum
seinen Sitz hat. Zu den Unterstützern gehörten damals neben der
Volksbank Meßkirch, dem Landeswohlfahrtsverband und der LVA Württemberg
auch der damalige Bürgermeister Heinrich Güntner und die Gemeinde
Leibertingen.
Im Frühjahr 1996 wurde für ehemalige Drogenabhängige die gemeinnützige Beschäftigungs- und Integrationsgesellschaft "gBIG" in Sigmaringen-Jungnau als Tochtergesellschaft des Therapiezentrums gegründet. Beide sollen nun als gleichberechtigte Partner von der Stiftung profitieren. In seinem Grußwort dankte der Erste Landesbeamte Rolf Vögtle dem Regierungspräsidenten für die Genehmigung der Stiftung und unterstrich zugleich den hohen Stellenwert der Suchtberatung im Landkreis Sigmaringen. Leider habe der Drogenkonsum in den letzten Jahren wieder zugenommen, so dass die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Suchtprävention besonders wichtig sei. Vögtle überreichte der Leiterin Wilma Fritz einen Scheck als Startfinanzierung. Es folgten weitere Grußworte von Bürgermeister Armin Reitze, Ortsvorsteher Anton Fechter (Gemeinde Jungnau) und Albert Kern vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Nachdem Wilma Fritz den Gästen ihr Therapiekonzept vorgestellt und Diplom-Psychologe Hans-Günter Knör die Arbeit der "gBIG" erläutert hatte, gaben die beiden Klienten Nadja und Jürgen auf humorige Art ihre Erlebnisse im Therapiezentrum zum Besten und bekamen dafür am Ende stürmischen Beifall. Ein kaltes Büffett rundete den Festakt ab. " -------------------------------------------------------------------------------- © SÜDKURIER GmbH |